Reiten im Winter

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Benjamin Aillaud gibt Ihnen Tipps, damit sich Ihr Pferd im Winter wohlfühlt, um das Beste aus sich herauszugeben. Vom Striegeln bis hin zum Reiten selbst, gibt es zahlreiche kleine Kniffe und Tricks, damit es das Pferd warm hat und sich wohlfühlt.

Man zieht Pferden im Winter meist eine Decke über, um sie warm zu halten - vor allem weil sie geschoren sind. Beim Striegeln sollten Sie zuerst die freiliegenden Bereiche reinigen. Sobald die Glieder sauber und die Hufe ausgekratzt sind, können Sie den Schutz auch wieder anlegen. Anschließend lösen Sie alle Gurte. Sie können den vorderen Deckenteil auf dem Pferderücken umschlagen, um Schultern, Brust und Hals zu bürsten. Schieben Sie die Decke dann noch etwas weiter zurück, um rasch Rücken und Bauch zu striegeln. Legen Sie die Decke wieder auf, ohne sie festzumachen, und gehen Sie bei der Kruppe genauso vor. Schlagen Sie den hinteren Deckenteil auf dem Pferderücken um, striegeln Sie Kruppe und Lenden und legen Sie die Decke wieder auf. Wenn es richtig kalt ist, können Sie den Nierenschutz während des Striegelns auch unter die Decke legen, um dafür zu sorgen, dass Ihr Pferd beim Abdecken möglichst nicht friert. Denn unter dem Nierenschutz bleibt es warm und die Lenden Ihres Pferdes sind zu keinem Zeitpunkt ungeschützt.

 

Sie können nun aufsteigen. Um den Rücken Ihres Pferdes etwas vorzuwärmen, wird empfohlen, es vor dem Aufsitzen ein paar Minuten zu führen. Anschließend können Sie sich in den Sattel schwingen und das Pferd eine gute Viertelstunde lang Schritt gehen lassen, wobei Sie in den letzten Minuten mit ihm arbeiten (rund, gerade, seitlich). Wenn Sie Ihr Pferd am Anfang nicht ruhig halten können (Pferde sind bei Kälte gern etwas nervös); können Sie es longieren, damit es sich etwas beruhigt. Auch wenn das nicht die ideale Methode zum Aufwärmen sein mag, ist es doch besser für Ihre Sicherheit.

Anschließend können Sie in Ruhe antraben. Lassen Sie Ihr Pferd sich strecken. Denken Sie immer daran: Je kälter es ist, umso länger dauert es, bis die Muskulatur aufgewärmt ist. Wenn es das Wetter erlaubt, können Sie den Nierenschutz am Ende der Lockerungsphase abnehmen. Sie können dazu entweder absteigen oder jemanden am Boden um Hilfe bitten, falls Ihr Reittier etwas überempfindlich ist.

Nach dem Reiten sollten Sie den Nierenschutz wieder auflegen und Ihr Pferd noch etwas führen (ca. 15 Minuten), damit es entspannt ist und ruhig atmet, wenn Sie es in den Stall zurückbringen. Warten Sie, bis es trocken ist, ehe Sie ihm die Decke wieder auflegen. Damit es schneller trocknet, können Sie ihm bei Bedarf für ein paar Minuten eine Abschwitzdecke überwerfen. Achtung: Manche Pferde neigen zum Nachschwitzen, wenn die Arbeit intensiv war und man die Decke zu schnell wieder auflegt. Sie müssen also wirklich warten, bis die Körpertemperatur des Pferdes ausreichend gesunken ist, bevor Sie ihm die große Decke wieder überziehen.

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